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"Ich bin über mich erstaunt, enttäuscht, erfreut. Ich bin betrübt, niedergeschlagen, enthusiastisch. Ich bin das alles auch und kann die Summe nicht ziehen. Ich bin außerstande, einen definitiven Wert oder Unwert festzustellen, ich habe kein Urteil über mich und mein Leben. In nichts bin ich ganz sicher. Ich habe keine definitive Überzeugung - eigentlich von nichts. Ich weiß nur, dass ich geboren wurde und existiere, und es ist mir, als ob ich getragen würde. Ich existiere auf der Grundlage von etwas, das ich nicht kenne.
Die Welt, in die wir hineingeboren werden, ist roh und grausam und zugleich von göttlicher Schönheit. Es ist Temperamentssache zu glauben, was überwiegt: die Sinnlosigkeit oder der Sinn. (...) Wahrscheinlich ist, wie bei allen metaphysischen Fragen, beides wahr: das Leben ist Sinn und Unsinn, oder es hat Sinn und Unsinn. Ich habe die ängstliche Hoffnung, der Sinn werde überwiegen und die Schlacht gewinnen.
Wenn Lao Tse sagt: 'Alle sind klar, nur ich allein bin trübe', so ist es das, was ich in meinem hohen Alter fühle. (...) Und doch gibt es so viel, was mich erfüllt: die Pflanzen, die Tiere, die Wolken, Tag und Nacht und das Ewige in den Menschen. Je unsicherer ich über mich selber wurde, desto mehr wuchs ein Gefühl der Verwandtschaft mit allen Dingen. Ja, es kommt mir vor, als ob jene Fremdheit, die mich von der Welt so lange getrennt hatte, in meine Innenwelt übergesiedelt wäre und mir eine unerwartete Unbekanntheit mit mir selbst offenbart hätte." G. Jung
(Erinnerungen, Träume, Gedanken, S. 360f.)
"Wer mit den Augen der Andacht geschaut,
wie die Seele der Erde Kristalle gebaut,
Wer die Flamme im keimenden Kern gesehn,
im Leben den Tod, Geburt im Vergehn –
.
Wer in Menschen und Tieren den Bruder fand
und im Bruder den Bruder und Gott erkannt,
der feiert am Tisch des heiligen Gral
mit dem Heiland der Liebe das Abendmahl –
.
Er sucht und findet, wie Gott es verhieß,
den Weg ins verlorene Paradies."


Manfred Kyber

Dein Herz - Dein Leben

Im Zentrum Deines Herzens
beginnt das Leben.
Der schönste Ort
auf Erden.

Rumi


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Im Leeren dreht sich, ohne Zwang und Not, frei unser Leben,stets zum Spiel bereit, doch heimlich dürsten wir nach Wirklichkeit,nach Zeugung und Geburt, nach Leiden und Tod.

Hermann Hesse
Der Vogel kämpft
sich aus dem Ei.
Das ist die Welt.
Wer geboren werden will,
muss eine Welt zerstören.

Hermann Hesse
Wer das Saatgut hat, muß säen.
Wer es in der Hand verschließt,
wer es zu verlieren fürchtet,
wird die Freude der Ernte
niemals erfahren.

aus: "Ich hab' dich gern"
©Phil Bosmans
Das Licht ist
das erste Geschenk der Geburt,
damit wir lernen, daß die Wahrheit
das höchste Gut des Lebens ist.
Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues