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Ich und Du
Wir stellen uns oftmals vor, dass es nur ein großes Selbst gäbe, ein Gottesselbst das stets das Gleiche ist in uns und allen anderen... nun ist Gott aber nicht nur Einheit, sondern Vielheit in der Einheit und auch Einheit in der Vielheit. Deshalb nun lässt sich im Anderen nicht nur das Eine finden, das uns verbindet, sondern auch das "ganz Andere", das uns unterscheidet - das ist die Grundlage für all die Faszination im "Du", auch für die Liebe, die im Ich das Du, und die im Du das eigene Ich erfährt. Sonst reichte es, dass ich nur selbst mich suchte, dass ich nur an mich selber dächte, dann bräuchte ich wahrhaftig keine anderen Menschen. Zum bloßen Spiegelbild wäre der Andere degradiert, zum bloßen Sklaven einer Findung meines Selbst -
Es ist schon die Liebe zum Individuum des Anderen, die hier am "Baum des Lebens" wie die Frucht der Zukunft reift, sonnengewärmt am Baum der Einheit allen Seins.
Johann Wolfgang Buschhttp://johann-wolfgang-busch-gedichte.jimdo.com/
Wir stellen uns oftmals vor, dass es nur ein großes Selbst gäbe, ein Gottesselbst das stets das Gleiche ist in uns und allen anderen... nun ist Gott aber nicht nur Einheit, sondern Vielheit in der Einheit und auch Einheit in der Vielheit. Deshalb nun lässt sich im Anderen nicht nur das Eine finden, das uns verbindet, sondern auch das "ganz Andere", das uns unterscheidet - das ist die Grundlage für all die Faszination im "Du", auch für die Liebe, die im Ich das Du, und die im Du das eigene Ich erfährt. Sonst reichte es, dass ich nur selbst mich suchte, dass ich nur an mich selber dächte, dann bräuchte ich wahrhaftig keine anderen Menschen. Zum bloßen Spiegelbild wäre der Andere degradiert, zum bloßen Sklaven einer Findung meines Selbst -
Es ist schon die Liebe zum Individuum des Anderen, die hier am "Baum des Lebens" wie die Frucht der Zukunft reift, sonnengewärmt am Baum der Einheit allen Seins.
Johann Wolfgang Buschhttp://johann-wolfgang-busch-gedichte.jimdo.com/
Es scheint, dass die Natur, welche die Organe unseres Körpers so weise
zu unserem Glück eingerichtet hat, uns auch den Hochmut gegeben hat,
um uns den Schmerz der Erkenntnis unserer Unvollkommenheit zu ersparen.
François de La Rochefoucauld
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