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Ich liebe dich, du Seele, die da irrt
im Tal des Lebens nach dem rechten Glücke,
ich lieb dich, die manch ein Wahn verwirrt,
der manch ein Traum zerbrach in Staub und Stücke.

Ich liebe deine armen wunden Schwingen,
die ungestoßen in mir möchten wohnen;
ich möchte dich mit Güte ganz durchdringen,
ich möchte dich in allen Tiefen schonen.
Christian Morgenstern
Humanität besteht darin,
daß niemals ein Mensch
einem Zweck geopfert wird.
Albert Schweitzer
Das freie Schwingen der eigenen Stille
ermöglicht den allerzartesten
und zugleich kraftvollsten Ton.
„Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein
Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen, wenn ich es kann. Ich wünsche mir
Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein,
gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem
Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch
erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit
einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des
Lebens entgegentreten als ein gesichertes Dasein führen, lieber die
gespannte Erregung des eigenen Erfolges als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich
will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde
gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu
handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen, dies ist mein
Werk.“
Albert Schweitzer
Ein Kind ist nicht nur dafür da,
daß es erwachsen werde, sondern auch,
nein zuerst: daß es es selbst,
nämlich ein Kind,
und als Kind
ein Mensch ist
Romano Guardini
Es ist leichter, jener
Ämter würdig zu erscheinen,
die man nicht hat,
als derer, die man ausübt.
François de La Rochefoucauld