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Glühend für die Idee der Menschheit, 
gütig und menschlich gegen den einzelnen Menschen,
und gleichgültig gegen das ganze Geschlecht, wie es wirklich vorhanden ist 
– das ist mein Wahlspruch.
Schiller
(aus: An Benjamin von Erhard, 5. Mai 1795)
Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit,
und neues Leben blüht aus den Ruinen.
Schiller
(aus: Wilhelm Tell, IV,2)
Wer sich über die Wirklichkeit nicht hinauswagt, 
der wird nie die Wahrheit erobern.
Schiller
(über die ästhetische Erziehung des Menschen)
Es ist schwer und gehört ein Grad von Kultur und Vollkommenheit dazu, die Menschen so zu nehmen und nicht mehr von ihnen zu verlangen, als in ihren Kräften steht.
Schiller
(aus: Gespräch mit Christiane von Wurmb, 9.März 1801)
Die Zeit bringt Rat. Erwartet’s in Geduld.
Man muss dem Augenblick auch was vertrauen.
Schiller
(Wilhelm Tell, II,2)
Alles unser Wissen ist ein Darlehn der Welt und der
Vorwelt. Der tätige Mensch trägt es an
die Mitwelt und Nachwelt ab; der untätige stirbt mi
t einer unbezahlten Schuld. Jeder, der
etwas Gutes wirkt, hat für die Ewigkeit gearbeitet.
Schiller
(Für Johannes Groß, Jena, den 22. September 1790)
Nichts in der Welt ist unbedeutend.
Schiller
(aus: Wallenstein, Pissolomini, II,1)
Schwatzet mir nicht so viel von Nebelflecken und Sonnen!
Ist die Natur nur groß, weil sie zu zählen euch gibt?
Euer Gegenstand ist der erhabenste freilich im Raume,
Aber, Freunde, im Raum wohnt das Erhabene nicht.
Wiederholen zwar kann der Verstand, was da schon gewesen;
Was die Natur gebaut, bauet er wählend ihr nach.
Über Natur hinaus baut die Vernunft, doch nur in das Leere.
Du nur, Genius, mehrst in der Natur die Natur.
Suchst du das Höchste, das Größte?
Die Pflanze kann es dich lehren!
Was sie willenlos ist, sei du es wollend,
das ist`s.
Laß die Sprache dir sein,
was der Körper den Liebenden.
Er nur Ist's, der die Wesen trennt
und die Wesen vereint.
Wirke Gutes, du nährst der Menschheit göttliche Pflanze;
Bilde Schönes, du streust Keime der göttlichen Liebe aus.
Ein frohes, heiteres Gemüt ist die Quelle alles Edlen und Guten; das Grösste und Schönste, was je geschah, floss aus einer solchen Stimmung
Man sollte sich zur heiligsten Pflicht machen, dem Kinde nicht zu früh einen Begriff von Gott beibringen zu wollen. Die Forderung muß von innen heraus geschehen, und jede Frage, die man beantwortet, ehe sie aufgeworfen ist, ist verwerflich. Das Kind hat vielleicht seine ganze Lebenszeit daran zu wenden, um jene irrigen Vorstellungen wieder zu verlieren.
Welcher Religion ich bekenne? - Keine von allen, die du mir nennst. - Und warum keine? Aus Religion.
Unglück fällt, verliert sich leicht aus der Erinnerung der Menschen.
Flehe zu den Unsichtbaren, daß sie zum Glück den Schmerz verleihen!
Da die Götter noch menschlicher waren, waren die Menschen göttlicher.
Der Menschheit Würde
ist in eure Hand gegeben,
bewahret sie !
Sie sinkt mit euch,
mit euch wird
sie sich heben.
Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.
Was ich ohne dich wäre, ich weiß es nicht - aber mir grauet,
Seh ich, was ohne dich Hundert' und Tausende sind.