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Das Unbewußte ist kein dämonisches Ungeheuer, sondern ein moralisch, ästhetisch und intellektuell indifferentes Naturwesen, das nur dann wirklich gefährlich wird, wenn unsere bewußte Einstellung dazu hoffnungslos unrichtig ist. In dem Maße, wie wir unsere Schatten verdrängen, steigt die Gefährlichkeit des Unbewußten.
C.G. Jung

"Wenn Sie im Ernst wollen, daß Ihr Schicksal galoppiert, müssen Sie – ich warne Sie davor und rate es Ihnen zugleich, denn es ist das einzige, was der Mensch tun soll, und gleichzeitig das schwerste Opfer, das er bringen kann! – müssen Sie Ihren innersten Wesenskern, den Wesenskern, ohne den Sie eine Leiche wären (und sogar nicht einmal das), anrufen und ihm – befehlen, daß Er Sie den kürzesten Weg zu dem großen Ziel führt, – dem einzigen, das des Erstrebens wert ist, so wenig Sie es jetzt auch erkennen, – erbarmungslos, ohne Rast, durch Krankheit, Leiden, Tod und Schlaf hindurch, durch Ehren, Reichtum und Freude hindurch, immer hindurch und hindurch wie ein rasendes Pferd, das einen Wagen vorwärts reißt über Äcker und Steine hinweg und an Blumen und blühenden Hainen vorbei! Das nenne ich: Gott rufen. Es muß sein wie ein Gelöbnis vor einem lauschenden Ohr!"

Gustav Meyrink

Aus dem Roman "Das grüne Gesicht"
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Möge dein Gepäck
schwer sein
an lauter guten Gaben.
Dein Herz aber sei leicht,
wenn du sie verteilst.
Irischer Segenswunsch

Durch schwere Seelenhindernisse,
Durch wirre Geistesfinsternisse -
Zur ernsten Klarheit,
Zur lichten Wahrheit.

Rudolf Steiner
Alles was dem sich bildenden Menschen noch schwer dünkt,
daran sollte er nachgerade seine Kräfte versuchen,
um es haben und mit großer Leichtigkeit und
Geschicklichkeit heben und bewegen zu können.
Dadurch gewinnt man es lieb.
Was einem Mühe kostet,
das hat man lieb.
Novalis
Das Leben ist ein Zeichnen
ohne die Korrekturmöglichkeiten
des Radiergummis.
Oskar Kokoschka
Mensch, wirst du nicht ein Kind,
so gehst du nimmer ein,
wo Gottes Kinder sind,
die Tür ist gar zu klein.
Angelus Silesius

Die Kraft des Geistes

Auszüge aus dem Diogenes-Büchlein "Mahatma Gandhi / Die Kraft des Geistes" (Auswahl von Schriften über/von Gandhi, ISBN 3-257-70138-1) auf die sich z. gr. T. der Blog-Eintrag in wandelpfa.de bezieht.

"Um wie Franz von Assisi die Armut zu heiraten"

"...wo er der leisen inneren Stimme lauscht, >the still small voice<,..."

"Gandhi sucht nach einer Bezeichnung des indischen Widerstandes (...). Aus mannigfachen Überlegungen und Versuchen schält sich schließlich der Name Satyagraha heraus. (...) Satya heißt Wahrheit. Satyagraha bedeutet unbeirrbares Sich-an-die-Wahrheit-Halten."

"Gandhis Wesen gerät in Schwingung, wenn er das heilige Wort Satya nur hört. Für ihn ist Wahrheit das Herz aller Dinge - identisch mit Gott.
(...) ist Wahrheit mächtiger als jede Macht der Welt. Kein anderes Machtmittel vermag, was Wahrheit vermag."

"Der Satyagrahi verzichtet auf Gewalt, weil durch Gewalt niemals etwas Gutes entstehen kann."

"So ist Satyagraha ein Kampf (...) auf verschiedenen Ebenen (...). Vor dem Widerstand nach außen kommt der Widerstand nach innen: gegen eigene Unlauterkeit und Feigheit, gegen die Lüge in der Tiefe des Herzens. Selbstläuterung zuerst! (...) Für Lüge, Täuschung oder bloße Taktik ist kein Platz; der Satayagrahi muss ohne solche Mittel üblicher Politik auskommen. Am gefährlichsten wäre die Selbsttäuschung, wenn man sich über die eigenen Motive und Antriebe etwas vormacht..."
Ein Mann mag tausend mal tausend Männer
in einer Schlacht besiegt haben,
der größte Kämpfer ist jedoch,
wer sich selbst zu besiegen vermag.
Buddha